Forschung im Bereich der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

Jugendliche haben zumeist bereits vor Beginn der Konfi-Zeit eigene Glaubensvorstellungen und kommen mit ihrer eigenen Spiritualität dorthin. Dies ist in den derzeit verfügbaren Studien kaum berücksichtigt worden. Die Perspektivprogramme sahen in der Konfi-Arbeit hauptsächlich ein Bildungsangebot. Die neuere Orientierungshilfe für Konfirmandenarbeit und Konfirmation sieht das schon anders. Glaube, der bereits in Grundzügen da ist, sollte aber idealerweise durch neue Erfahrungen mit ebendiesem Glauben auch pragmatisch und affektiv ausgebaut werden und nicht nur auf rein kognitiver Ebene durch neues Wissen (das möglicherweise noch gar nicht an bestehende Denkmuster assimiliert werden kann) ersetzt werden. Aktuell wird in diversen Konzepten und Programmen jedoch immer noch eine unidirektionale Struktur für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden gedacht: Die Konfis bringen ihr eigenes Wissen mit in die Konfi-Zeit, um es dort mit der Lehrmeinung abzugleichen.

Dabei lässt sich Wissen heutzutage von den Jugendlichen im Informationszeitalter leicht von ihnen selbst sammeln. Es fehlen ihnen aber Erfahrungsmöglichkeiten und Vorbilder, um dieses Wissen in ihrer Alltagswelt für sie relevant zu machen. Aus diesem Grund ist das katechetische Modell, wie es sich im Laufe der Kirchengeschichte entwickelt hat, inzwischen nicht mehr zeitgemäß und wird vielerorts überdacht, um den Änderungen, welche die Zeit mit sich gebracht hat, Rechnung zu tragen.

In Vorbereitung eines Kursmodells für die Konfi-Arbeit, das nun umgekehrt durch die Verbindung von spirituellen und erlebnispädagogischen Elementen in die Lebenswelt der Jugendlichen ausstrahlen und ihnen die Möglichkeit geben möchte, an ihren eigenen grundlegenden Glaubenserfahrungen mit neuen Erfahrungen anzuknüpfen und diese mit ihrem Alltag zu verbinden, sollte zunächst der Ist-Stand über Bedarf und Bedarfsdeckung erhoben werden.

Eine solche Forschung will gut vorbereitet sein. Darum ging der eigentlichen Studie zunächst eine Voruntersuchung mittels leitfadengestütztem Interview und ein Pre-Test mittels Online-Fragebogen voraus. Beides diente dabei nicht der inhaltlichen Annäherung an die zu erforschenden und noch ausstehenden Ergebnisse der Hauptstudie, sondern der Vorbereitung auf das "Wie?" der Durchführung. Konkret: Wie kann und sollte eine solche Studie sinnvollerweise durchgeführt werden, um verwertbare Ergebnisse zu bekommen. Worauf ist (insbesondere die Sprachwelt der Jugendlichen berücksichtigend) darauf zu achten, wenn eine Umfrage mit Konfis durchgeführt wird? Die Ergebnisse dieser Voruntersuchungen sind ebenfalls auf dieser Seite veröffentlicht und allen zugänglich gemacht, die evtl. selbst an der Forschung mit Jugendlichen dieser Zielgruppe interessiert sind und sich diese Erkenntnisse gerne zunutze machen möchten.

Die Hauptstudie begann mit einer berlinweiten Online-Umfrage für Konfis auf der einen und Mitarbeitenden auf der anderen Seite. Die erhobenen Daten stehen zur Einsicht online bereit. Bitte beachten Sie, dass sich die Studie noch im Prozess befindet. Wenn Sie die gewünschten Informationen noch nicht auf dieser Seite finden können, dann lohnt sich in jedem Fall ein weiterer Besuch dieser Seite zu einer späteren Zeit.